Kopfschmerzen und Migräne – Unterschiede, Symptome, Linderung

Wenn der Kopf dröhnt

Eigenen Angaben zufolge sind rund 60% der deutschen Bevölkerung gelegentlich oder sogar häufig von Kopfschmerzen betroffen. Man munkelt, dass die Dunkelziffer noch um einiges höher ist. Der Anteil der Migränepatienten ist nicht viel geringer.

Doch wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen Kopfschmerzen und Migräne? Was für Symptome gibt es? Und vor allem, gibt es Möglichkeiten der Behandlung, vielleicht sogar der Heilung?


Die verschiedenen Arten von Kopfschmerzen

Fachärzte unterscheiden über 200 Arten. Die zwei häufigsten Arten sind Spannungskopfschmerzen, hier sind ganze 54% der Menschen in Deutschland betroffen, am Häufigsten Frauen. Sie geben an, gelegentlich bis sogar sehr häufig unter ihnen zu leiden. 38% berichten, dass sie regelmäßig mit Migräne zu kämpfen haben.

Der Spannungskopfschmerz ist die meist verbreitetste Art. Rund 29 Millionen Deutsche sind betroffen, Frauen deutlich öfter als Männer. Wissenschaftler tüfteln seit Jahren an der Ursache, bisher leider mit mäßigem Erfolg. Einige Fachärzte führen es auf die Gene zurück.

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Symptome und Linderung

Der Schmerz äußert sich als drückend, ziehend und dumpf. Oft beginnt er im Nacken und breitet sich dann meist sehr schnell auf den ganzen Kopf aus. Betroffenen berichten von einem sehr starken Druck, welcher seinen Höhepunkt im Nacken und an der Stirn erreicht.

Wen es ganz schlimm erwischt, dem drücken zudem noch die Augen. Im Laufe von vielen Jahren Wissenschaft und Forschung fanden Experten in Studien heraus, dass viele Menschen, die darunter leiden, häufig und lange sitzen.

Durch die einseitige Körperhaltung und wenig Bewegung entstehen oft Verspannungen im Nacken und Nervenbahnen werden eingeklemmt. Das äußert sich dann nicht selten in Spannungskopfschmerzen. Um dem vorzubeugen wird empfohlen, sich regelmäßig zu bewegen. Menschen, die berufsbedingt viel und lange sitzen, sollten mindestens zweimal pro Woche je 45 Minuten Sport treiben.

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Clusterkopfschmerzen – was Sie wissen müssen

Kopfschmerzen und Migräne was hilft dagegen?Klassisch für diese Kopfschmerzart ist, dass sie meist in Episoden auftritt. Anfälle kommen zumeist im Frühjahr oder Herbst vor. In den restlichen Monaten sind die Patienten meist komplett beschwerdefrei. Die Clusterkopfschmerzen gelten unter Medizinern als Phänomen, sie sind im Vergleich recht selten.

Man erkennt sie daran, dass sie einseitig im Bereich der Augen auftreten. Im weiteren Verlauf strahlen sie dann in die Schläfen aus. Die Beschwerden werden als sehr stark und schmerzhaft beschrieben. Symptome sind rote und tränende Augen, ein hängendes Augenlid, eine verstopfte Nase und Schweiß auf der Stirn.

Die Dauer der Attacken hat einen großen Spielraum und bewegt sich in einer Zeitspanne zwischen 15 und 180 Minuten. Betroffene beschreiben, dass sie während dieses Zustandes sehr unruhig werden. In Deutschland sind 120.000 Menschen unter den Leidtragenden. Auffällig ist dabei, das der Anteil der Männer deutlich höher ist als der der Frauen.

Oftmals entwickelt sich bei andauerndem Cluster-Kopfschmerz eine Depression

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Die Migräne – eine Volkskrankheit?

Spannungskopfschmerzen lindernIm Laufe der letzten Jahre und Jahrzehnte ist die Zahl der Migränepatienten drastisch gestiegen. Doch was unterscheidet diese von dem normalen Kopfschmerz? Und was genau bedeutet es eigentlich? Die Wissenschaft ist seit geraumer Zeit mit der Ursachenforschung beschäftigt.

In einem Punkt sind sie sich alle einig: Die Gene spielen eine nachweislich große Rolle. Das erklärt sich vor allem durch die Tatsache, dass sie in Familien besonders oft bei mehreren Personen auftritt. Es vererbt sich. Auslöser sind bei den Frauen oft Hormonschwankungen, viele klagen besonders in der Zeit um ihre Menstruation über Migränebeschwerden. Auch eine häufige Änderung der Schlafgewohnheiten kann Einfluss nehmen.

Im Vergleich zum normalen Kopfschmerz äußert sich der Migräneschmerz pochend und pulsierend. Patienten vergleichen den Schmerz mit etlichen kleinen Nadeln hinter den Schläfen. Meist ist nur eine Kopfseite betroffen. Über Schmerzen im ganzen Kopf klagen lediglich ein Drittel aller Betroffenen. Ebenfalls ein großer Unterschied: Es treten zusätzlich zu den Schmerzen im Kopf noch zahlreiche weitere unangenehme Begleiterscheinungen auf.

Zu ihnen gehören vor allem Übelkeit mit Erbrechen sowie eine starke Überempfindlichkeit gegenüber Licht und Lärm. Dabei wurde beobachtet, dass die Beschwerden oft schon Stunden bis sogar Tage vor einem Migräneanfall auftreten.

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Worunter leide ich?

Sie sind sich nicht sicher zu welcher Art der Patienten Sie gehören? Hier kann ein Kopfschmerztest Abhilfe schaffen. In diesem beantworten Sie ein paar kurze Fragen zu Ihren Schmerzen. Ein Besuch beim Arzt ist allerdings in jedem Fall unabdingbar. Er hilft Ihnen bei der Diagnose, Linderung und Behandlung.

Es empfiehlt sich, ein Kopfschmerztagebuch zu führen, in welches Sie eintragen, zu welcher Tageszeit und in welcher Situation die Schmerzen auftreten und welche Begleiterscheinungen sich zeigen.

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Hilfe aus der Kraft der Natur

Es müssen nicht immer Schmerztabletten sein. Die Natur bietet eine Reihe Hilfsmittel, die sich etabliert haben, ganz ohne den Organismus zu belasten. Auch Atem- und Entspannungsübungen sowie Yoga, Meditation und autogenes Training können manchmal der rettende Anker sein.

Lassen Sie sich vom Arzt oder Heilpraktiker Ihres Vertrauens beraten. Wir wünschen Ihnen gute Besserung.

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Letzte Aktualisierung war am:10. Dezember 2018 8:41
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